Sinnlos. Und trotzdem richtig.

Anna war früh wach. Nicht aus Pflichtgefühl. Sondern weil im Archiv jemand eine Schublade nicht richtig geschlossen hatte. Und das hörte man. Nicht laut. Aber vorwurfsvoll. Wie ein Küchenschrank, der dich verurteilt, weil du die Gewürze falsch sortiert hast.

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Ein Sonntags­spaziergang am Lachlach

(Aus dem inoffiziellen Stadtarchiv von Humoriana, Abteilung „Leises Kichern“)

Der Sonntag in Humoriana war offiziell als „Ruhetag“ geführt.
Inoffiziell war er der Tag, an dem die Stadt am meisten damit beschäftigt war, so zu tun, als würde sie sich ausruhen.

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Die Stadtordnung von Humoriana

(gültig seit Anno dazumal, zuletzt nicht überarbeitet)

Präambel

In dem festen Wissen,
dass nichts stabiler ist als ein gutes Augenzwinkern,
erlässt die Stadt Humoriana folgende Ordnung.

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Die Stadtviertel von Humoriana

1. Alt-Dazumal

Bewohnt von Anna, Paul, Sebastian, Rosa, Helmut, Ruth

Hier begann alles.
Niemand weiß genau womit, aber alle sind sich einig:
Es war klein, schief und gut gemeint.
In Alt-Dazumal wird nichts abgerissen,
höchstens neu erzählt.
Die Häuser knarzen leise,
weil sie zuhören gelernt haben.

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Bewohner

Bewohner seit Anno dazumal.
Genauer weiß es niemand,
weil damals schon keiner mitgeschrieben hat.

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Humoriana

Humoriana ist eine Stadt, die offiziell existiert,
inoffiziell aber ständig über ihre eigenen Fußnoten stolpert.

Sie liegt irgendwo zwischen „Ach so war das gar nicht gemeint“
und „Na gut, dann lachen wir eben darüber“.
Durchzogen wird sie vom Fluss Lachlach,
der zuverlässig immer dann lauter plätschert,
wenn jemand versucht, besonders ernst zu sein.

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