Am Pegelhaus des Lachlach sind mehrere Hochwasserstände markiert. Einer davon liegt nur zwei Zentimeter unter einer kritischen Marke.
Das Ereignis stammt aus einem Frühjahr, in dem es tagelang geregnet hatte. Sandsäcke lagen bereit, Feuerwehr und Betriebshof kontrollierten Uferbereiche, Kellerbesitzer räumten vorsorglich Dinge aus dem Untergeschoss. Am Ende blieb das Wasser knapp unter der Grenze, an der erste Straßen hätten gesperrt werden müssen.
Danach hieß es von manchen Seiten, der Aufwand sei wohl übertrieben gewesen. Die Einsatzkräfte sahen das anders. Vorsorge wirkt im Rückblick schnell unnötig, wenn sie funktioniert.
Heute ist die kleine Markierung Teil der Hochwasserführung des Stadtmuseums. Sie erinnert daran, dass zwei Zentimeter manchmal eine erstaunlich große Entfernung sein können.
