An einem Donnerstag im Mai heulte um 18.04 Uhr die Sirene in Westfeld. Einige Menschen schauten aus dem Fenster, andere auf ihre Warn-App. Es war eine angekündigte Übung der Freiwilligen Feuerwehr.
Wenige Minuten später standen Menschen am Gerätehaus, die kurz vorher noch in Werkstätten, Büros, Schulen oder Geschäften gewesen waren. Einer kam direkt vom Fußballtraining seines Sohnes, eine andere hatte das Abendessen auf kleinste Stufe gestellt.
Geübt wurde ein angenommener Kellerbrand. Schläuche wurden gelegt, Atemschutz vorbereitet, Einsatzwege geprüft. Nach anderthalb Stunden war alles vorbei und das Fahrzeug wieder einsatzbereit.
Auf dem Heimweg fragte ein Kind seinen Vater, ob die Feuerwehrleute dafür „extra Feuerwehrmenschen“ seien. Der Vater erklärte, dass viele von ihnen das freiwillig machen. Das Kind dachte kurz nach und sagte: „Dann müssen die aber ziemlich pünktlich freiwillig sein.“
