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Die Papierschiff-Regatta im Rinnstein

Nach einem Sommerregen wurde aus einem Rinnstein für zehn Minuten eine Regattastrecke – mit sehr begrenztem Tiefgang.

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Stadtleben zum Schmunzeln

Nach einem kräftigen Sommerregen floss am Rand des Marktplatzes ein schmaler Wasserstrom zum Gully. Drei Kinder falteten aus alten Einkaufszetteln kleine Papierschiffe und setzten sie hinein. Zwei sanken sofort. Eines erreichte fast drei Meter.

Ein Passant blieb stehen und baute ein viertes Schiff. Dann noch jemand. Innerhalb weniger Minuten gab es eine kleine Regatta. Die Regeln waren einfach: kein Betreten der Fahrbahn, kein Verstopfen des Abflusses und verloren hatte, wer zu viel Vertrauen in dünnes Papier setzte.

Eine Mitarbeiterin der Stadtreinigung beobachtete das Ganze und wartete mit dem Fegen, bis das Rennen vorbei war. Danach sammelten alle gemeinsam die nassen Papierreste ein.

Der Gewinner bekam keinen Pokal. Sein Schiff hatte lediglich sieben Meter geschafft und hieß „Unsinkbar II“. Über „Unsinkbar I“ wollte der Konstrukteur nicht sprechen.

Humoriana merkt an: Nicht jeder Umweg ist ineffizient und nicht jede kleine Albernheit Zeitverschwendung. Manches macht einen Ort erst erinnerbar.