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Der Pfandbon auf Wanderschaft

Ein Pfandbon über 1,75 Euro wechselte mehrfach den Besitzer und wurde am Ende teurer an Freundlichkeit als an Geld.

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Markt, Bäcker & Begegnungen

Vor dem Supermarkt fand eine Schülerin einen Pfandbon über 1,75 Euro. Sie legte ihn auf die Ablage beim Pfandautomaten und schrieb auf einen Kassenzettel: „Falls er Ihnen gehört.“ Eine halbe Stunde später lag der Bon immer noch dort, aber daneben standen 50 Cent.

Jemand hatte offenbar gedacht, das sei eine kleine Spendenstelle. Danach kamen weitere Münzen hinzu. Die Filialleitung bemerkte die ungewöhnliche Sammlung und fragte herum. Niemand beanspruchte den ursprünglichen Bon.

Am Abend lagen 6,25 Euro dort. Der Markt rundete auf zehn Euro auf und steckte das Geld in die örtliche Tafelbox. Der Pfandbon wurde entwertet und an die Pinnwand gehängt.

1,75 Euro sind nicht viel. Aber sie reichten, um mehrere Menschen kurz davon abzuhalten, nur an den eigenen Einkauf zu denken. Manchmal wächst der Wert einer Sache erst, wenn niemand mehr versucht, sie zu besitzen.

Humoriana merkt an: Stadtleben passiert dort, wo Menschen einander nicht geplant begegnen – oft mit Tüte, Tasse oder Einkaufskorb in der Hand.