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Der Busknopf, der alle grüßte

Ein Aufkleber verwandelte den Haltewunschknopf für einen Tag in den höflichsten Knopf der Linie 4.

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Stadtleben zum Schmunzeln

In einem Bus der Linie 4 klebte neben dem Haltewunschknopf ein kleiner Papierstreifen: „Danke fürs Drücken. Ich kümmere mich.“ Der Fahrer bemerkte ihn erst nach mehreren Runden, weil der Zettel weder Sicht noch Funktion beeinträchtigte.

Fahrgäste reagierten unterschiedlich. Einige lasen ihn gar nicht. Andere lächelten. Ein Kind drückte den Knopf und sagte laut: „Bitte sehr.“ Seine Mutter entschuldigte sich beim Fahrer, der nur meinte, solange niemand zehnmal drücke, dürfe Höflichkeit gern mitfahren.

Am Betriebshof wurde der private Aufkleber am Abend entfernt. Aus Sicherheits- und Reinigungsgründen gehören eben auch freundliche Zettel nicht dauerhaft an Fahrzeugtechnik.

Ein paar Tage später zeigte die digitale Anzeige nach dem Tastendruck wie immer „Wagen hält“. Eine ältere Dame sagte zu ihrem Begleiter: „Siehst du, er kümmert sich.“ Manche Sätze fahren länger mit als ihr Papier.

Humoriana merkt an: Nicht jeder Umweg ist ineffizient und nicht jede kleine Albernheit Zeitverschwendung. Manches macht einen Ort erst erinnerbar.