Stadtleben zum Schmunzeln
Bei einer Presseaufnahme zur neuen Fahrradstation saß zufällig ein kleiner Plüschdachs auf einer Fensterbank. Niemand bemerkte ihn. Eine Woche später stand er bei einem Foto vom sanierten Trauzimmer im Hintergrund. Danach bei einer internen Aufnahme des neuen Wasserspenders.
Irgendjemand setzte den Dachs offenbar bewusst um. Als auf der Stadtseite erste Kommentare fragten, ob Humoriana jetzt ein Maskottchen habe, wusste die Pressestelle selbst keine Antwort. Der Dachs hatte weder Auftrag noch Namen.
Man entschied, das Rätsel nicht größer zu machen. In einer kleinen Meldung hieß es: „Nein, Humoriana hat derzeit kein offizielles Maskottchen. Ja, der Dachs arbeitet offenbar trotzdem zuverlässig an seiner Sichtbarkeit.“
Danach verschwand er für Monate. Beim Weihnachtsmarkt saß er plötzlich im Fenster des Stadtmuseums. Dort steht er heute noch, mit einem Schild: „Leihgabe unbekannter Herkunft.“ Manche Karrieren beginnen ohne Stellenausschreibung.
